Empfohlene Psychotherapien

Psychotherapie ist die Hauptsäule der Behandlung. Mehrere Ansätze haben ihre Wirksamkeit bei BPS wissenschaftlich bewiesen.

Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)

Entwickelt von Marsha Linehan (die selbst betroffen war), ist dies der Goldstandard. Sie kombiniert verhaltenstherapeutische Ansätze mit Achtsamkeit (Mindfulness).

Die 4 Säulen der DBT

Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT)

Ziel ist es, dem Patienten zu helfen, seine eigenen mentalen Zustände (Gedanken, Gefühle) sowie die anderer besser zu verstehen und zu "mentalisieren", um Verzerrungen in Beziehungen zu mindern.

Schematherapie

Arbeitet an den Grundüberzeugungen (Verlassenheit, emotionaler Mangel...), die in der Kindheit gebildet wurden. Eine Mischung aus kognitiven, verhaltenstherapeutischen und emotionalen Ansätzen (z. B. Reparenting / Nachbeelterung).

Pharmakologischer Ansatz

Antidepressiva
Oft verschrieben, um Begleiterkrankungen (schwere Depressionen, schwere Angstzustände) zu behandeln.
Stimmungsstabilisierer
Können helfen, plötzliche emotionale Schwankungen oder Impulsivität abzumildern.
Atypische Antipsychotika
Manchmal in niedrigen Dosen eingesetzt, um paranoide Gedanken, Dissoziation oder intensive Wut zu bewältigen.

Die Bedeutung des Umfelds

Die Unterstützung durch Angehörige ist von unschätzbarem Wert. Oftmals ist die Familie jedoch hilflos. Aus diesem Grund wird Angehörigen dringend empfohlen:

  • Sich über die Störung zu informieren (Psychoedukation).
  • Zu lernen, das Leiden zu validieren, während man gesunde Grenzen setzt.
  • Sich Selbsthilfegruppen für Angehörige anzuschließen (z. B. Family Connections).
  • Ihre eigene geistige Gesundheit zu schützen, indem sie bei Bedarf beraten werden.
Quellen & Werkzeuge