Die 9 Kriterien der Borderline-Persönlichkeitsstörung

1. Verlassensangst

Verzweifelte Bemühungen, tatsächliches oder eingebildetes Verlassenwerden zu vermeiden. Die Wahrnehmung einer drohenden Trennung kann zu tiefgreifenden Veränderungen des Selbstbildes, der Affekte, der Kognition und des Verhaltens führen.

2. Instabile Beziehungen

Ein Muster instabiler und intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Überidealisierung und Entwertung (Liebe/Hass) gekennzeichnet ist.

3. Identitätsstörung

Ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung. Ziele, Werte oder berufliche Bestrebungen können sich plötzlich ändern.

4. Impulsivität

Impulsivität in mindestens zwei Bereichen, die potenziell selbstschädigend sind (z.B. Geldausgaben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, Essanfälle).

5. Suizidales oder selbstverletzendes Verhalten

Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten (Schneiden, Verbrennen usw.), oft ausgelöst durch Trennungsängste.

6. Affektive Instabilität

Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der Stimmung (z.B. hochgradige episodische Dysphorie, Reizbarkeit oder Angst, die gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).

7. Gefühl der Leere

Chronisches Gefühl der Leere. Betroffene langweilen sich leicht und sind ständig auf der Suche nach etwas, das sie tun können.

8. Unangemessene, heftige Wut

Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z.B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).

9. Paranoide Vorstellungen oder Dissoziation

Vorübergehende, durch Belastung ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome (Gefühl der Unwirklichkeit, Loslösung von sich selbst).

Quellen & Werkzeuge